Kann ein Zahnimplantat scheitern?
Zahnimplantate haben eine Langzeit-Erfolgsrate von über 95 %. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einem Implantatversagen kommen. Zu wissen, warum das passiert, hilft bei der Prävention.
Frühes Implantatversagen (innerhalb der ersten 3–4 Monate)
In dieser Phase versagt die Osseointegration – das Implantat verwächst nicht mit dem Knochen. Ursachen können sein:
- Rauchen
- Schlechte Mundhygiene
- Systemische Erkrankungen (z. B. unkontrollierter Diabetes)
- Infektion an der OP-Stelle
- Zu frühe Belastung des Implantats
Spätes Implantatversagen (nach Osseointegration)
- Peri-Implantitis (Entzündung des Zahnfleisches und Knochens um das Implantat)
- Übermäßige Kaukräfte (Zähneknirschen ohne Schutzschiene)
- Mechanische Überlastung bei schlechtem Biss
Warnsignale
Schmerzen, Lockerung des Implantats, Schwellung oder Eiteraustritt sind ernste Warnsignale. Suchen Sie sofort Ihren Zahnarzt auf.
Lösung bei Versagen
Nach der Behandlung der Ursache kann in der Regel ein neues Implantat eingesetzt werden – oft mit Knochenaufbau.