Was ist ein Knochenaufbau?
Für ein Zahnimplantat wird ein ausreichend dicker und hoher Kieferknochen benötigt. Wenn der Knochen durch Zahnverlust, Knochenabbau oder andere Ursachen nicht mehr ausreichend vorhanden ist, kann ein Knochenaufbau (auch Knochenaugmentation oder Bone Grafting genannt) notwendig werden.
Warum baut sich der Knochen ab?
Der Kieferknochen erhält seinen Stimulus durch die Zahnwurzel. Fehlt ein Zahn, beginnt der Knochen in diesem Bereich nach 3–6 Monaten zu schwinden. Je länger ein Zahn fehlt, desto größer der Knochenverlust.
Verfahren des Knochenaufbaus
- Eigenknochen: Aus dem Kinn, dem Weisheitszahnbereich oder der Hüfte entnommen – beste Einheilrate
- Synthetisches Knochenmaterial: Biokompatible künstliche Knochenersatzmaterialien
- Xenograft: Bovines (aus Rinder) Knochenmaterial – weit verbreitet und bewährt
Wie läuft der Eingriff ab?
Das Knochenmaterial wird an der Stelle des Knochendefekts eingebracht, häufig mit einer Membran abgedeckt und über 4–9 Monate einheilen gelassen. Anschließend kann das Implantat gesetzt werden.