Was ist ein Sinuslift?
Der Sinuslift (auch Kieferhöhlenbodenerhöhung oder Sinusbodenelevation genannt) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Boden der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) angehoben wird, um Platz für Knochenmaterial zu schaffen, das später ein Implantat trägt.
Wann ist ein Sinuslift notwendig?
Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich befindet sich die Kieferhöhle direkt über dem Knochen. Nach Zahnverlust kann der Knochen so stark schwinden, dass nicht mehr genug Platz für ein Implantat vorhanden ist – dann ist ein Sinuslift erforderlich.
Arten des Sinuslifts
- Offener Sinuslift: Bei großem Knochendefizit (weniger als 5 mm). Ein kleines Fenster in der Kieferhöhlenwand wird geöffnet und Knochenmaterial eingebracht.
- Geschlossener Sinuslift: Bei geringerem Defizit (5–8 mm). Das Knochenmaterial wird durch die Implantatkavität eingebracht.
Heilungszeit und Implantat
Nach dem offenen Sinuslift beträgt die Wartezeit vor der Implantatinsertion 6–9 Monate. Beim geschlossenen Verfahren kann das Implantat oft gleichzeitig gesetzt werden.